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Interaktives Spielen als Lösung gegen Fettleibigkeit

Interaktives Spielen in Amsterdam als Lösung gegen Fettleibigkeit

Geschrieben von Manon van Ketwich – Chefredakteurin Straßenszene bei Acquire Publishing – 21. August 2019

Quest Junior Memo

Immer mehr Kinder leiden unter Adipositas. 2016 waren knapp 14 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zwischen 4 und 18 Jahren übergewichtig. Eine der Lösungen für dieses Problem ist mehr körperliche Aktivität. Die Stadt Amsterdam verwendet unter anderem interaktive Anlagen auf Spielplätzen, um Kinder dazu zu ermutigen, sich auf öffentlichen Plätzen sportlich zu betätigen und zu bewegen. Ein Interview mit Hafid Ouaali, Berater für Sport und öffentliche Anlagen. Vor kurzem wurde die neunte interaktive Spielplatzinstallation in Amsterdam fertiggestellt.

Dort wurde ein Quest Junior Memo aufgestellt. Warum passt eine urbane Initiative wie diese so gut zu dieser Stadt?

Die Stadt Amsterdam trachtet danach, sich als urbane Stadt zu positionieren, in der körperliche Aktivität ein integraler Teil der Raumgestaltung ist. Dank der Verstädterung und des zunehmenden Drucks auf öffentliche Räume stehen wir vor der Herausforderung, trotz der beschleunigten Urbanisierung in Kombination mit verschiedenen Arten des Wohnens und Arbeitens und der Mobilität die Stadt lebenswert zu erhalten. Dank seiner Dynamik eignet sich Quest Junior Memo ausgezeichnet für eine Großstadt wie Amsterdam. Eine Federwippe wird immer eine Federwippe sein, aber das Memo-Programm kann kontinuierlich angepasst werden und erfüllt in seiner Gesamtheit die Anforderungen dieser Zeit.

Yalp Memo - Quest

Yalp Memo - Quest

Yalp Memo - Quest

Yalp Memo - Quest

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Die körperliche Aktivität

Welches Problem löst das Gerät?

Die öffentlichen Plätze in Amsterdam sind die Orte, wo sich das städtische Leben abspielt und blüht. Mit der wachsenden Zahl von Anwohnern und dem Bau neuer Häuser innerhalb der Stadtgrenzen ist eine effiziente Raumplanung wichtiger als je zuvor. Damit leistet die Stadt nicht nur einen Beitrag zur Lösung des Wohnungsmangelproblems, sondern fördert außerdem Sport und körperliche Aktivität. In den Sport zu investieren bedeutet, in öffentliche Räume zu investieren. Wenn wir so viele Menschen wie möglich dazu bewegen wollen, sich sportlich zu betätigen, benötigen wir zusätzliche Flächen, um den wachsenden Bedarf zu decken. Initiativen wie Quest Junior Memo bieten aufgrund der relativ geringen Größe der Spielplatzanlagen und der Leichtigkeit, mit der sich das interaktive Element in den öffentlichen Raum integrieren lässt, eine besonders gute Lösung.

Zusätzlich zu den Vorteilen für die Raumplanung ist interaktives Spielen auch ein wichtiges Hilfsmittel im Kampf gegen Fettleibigkeit und Inaktivität bei Kindern. Die heutige Generation von Kindern wächst mit Tablets, Smartphones und Online-Spielen auf, und infolgedessen hat das Wort „Spiel“ eine komplett neue Bedeutung bekommen. Um Kinder trotzdem dazu zu animieren, sich zu bewegen, werden statische Spiele jetzt mit körperlicher Aktivität kombiniert. Das zusätzliche Element des Wettbewerbs fordert die Benutzer immer dazu auf, ihren Horizont zu erweitern, insbesondere bei Kindern, die körperliche Aktivität nicht leiden können.

Yalp Memo - Quest

Yalp Memo - Quest

Yalp Memo - Quest

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Ergänzung zum schulischen Lehrplan

Wie sieht Ihre Einstellung zum Spielen in der Stadt in Kombination mit den von Quest Junior Memo angesprochenen Themen aus?

Der Raum für Sport und Spiel entwickelt sich kontinuierlich weiter und ist außerordentlich sensibel für neue Trends und Entwicklungen. Es ist wichtig, genug Vertrauen zu haben, um in neue Initiativen zu investieren, welche die Bedürfnisse der neuen Generation von Kindern befriedigen. Interaktives Spielen ist ein relativ neues Phänomen in unserer Hauptstadt. Ich bin davon überzeugt, dass diese neue Art des Spielens auf genügend Unterstützung und Interesse vertrauen kann, sobald sie erst einmal für neue Nutzer greifbar geworden ist. Außerdem ist die Kombination aus körperlicher Aktivität und Pädagogik eine Entwicklung, die wir genauestens verfolgen. Wir sind zum Beispiel intensiv damit beschäftigt, Schulhöfe in Amsterdam so zu gestalten, dass sie für die (Umwelt-)Bildung geeignet sind. Als solches ist Quest Junior Memo eine nützliche Ergänzung zum schulischen Lehrplan.

Wie sah Amsterdams Vision oder Strategie bei der Initiierung dieses Projekts aus?

Unsere Vision von „Amsterdam als physisch aktiver Stadt“ hat das Ziel, die Stadt so auszustatten, dass alle Einwohner dazu eingeladen werden, sich mit Freizeit, Sport und Spiel zu beschäftigen, ob bewusst oder unbewusst. Mehr Bewegung ist wesentlich für die Gesundheit, und deshalb versuchen wir, Jung und Alt auf die unterschiedlichsten Arten zu körperlicher Aktivität anzuregen, indem wir zum Beispiel mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger schaffen, an belebten Orten Anregungen zum Spielen aufstellen oder anspruchsvolle Spielplätze einrichten.

 

Haben Sie noch mehr Beispiele für interaktives Spielen in Amsterdam oder plant die Stadt die Entwicklung weiterer Projekte?

Wir verfügen derzeit über neun interaktive Spielinstallationen in Amsterdam. Unser aktualisierter Spielplatzplan hält fest, dass wir uns mehr auf Trends und Entwicklungen konzentrieren werden und damit auch auf interaktives Spiel. Traditionelle Spieleinrichtungen werden naturgemäß weiterhin Teil unserer Standardausstattung für Spielplätze sein.

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